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Das Whyte Museum der kanadischen Rockies

Das Whyte Museum der kanadischen Rockies ist ein Treffpunkt für Leute aus aller Welt zum Genießen und Erfahren der Kunst, Kultur, menschlichen Geschichte und Naturkunde der kanadischen Rockies. Besucher erleben die vier Galerien des Museums, sowie seine Archive und Bücherei, historische Wohnhäuser, Läden, und geführte Spaziergänge und Touren.

Die Gründer Peter und Catharine Whyte waren Künstler und Philanthropen. Peter wurde in Banff geboren und großgezogen und war ein begeisterter Skifahrer. Er gehörte einer der Pionierfamilien Banffs an. Sein Vater, Dave White, war ein ortsansässiger Kaufmann. Catharine kam aus einer angesehenen Familie in Concord, Massachusetts. Weit entfernt von den wilden Gipfeln der kanadischen Rockies trafen sich Catharine Robb und Peter Whyte im Jahr 1927 an der Akademie der schönen Künste des Boston Museums, zu einer Zeit als die kanadische Landschafsmalerei Veränderungen unterging. Sie heirateten im Jahr 1930 und machten Banff zu ihrer Heimat. Ein Jahr später bauten sie ein Atelierwohnhaus, in dem sie bald darauf lebten und die Großartigkeit ihrer geliebten Berge malten.

Catharine und Peter reisten ausgiebig und fuhren während der fünfziger und sechziger Jahre damit fort zu malen und zu zeichnen. Nach dem Tod von Peter im Jahr 1966 widmete Catharine sich der Gemeinde und dem Reisen, Skifahren und Naturschutz. Ihr Interesse an der Kultur und ihr Verständnis der Philanthropie führten zur Gründung der Peter and Catharine Whyte Stiftung und des Whyte Museums der kanadischen Rockies, das im Jahr 1968 eröffnet wurde. Catherine blieb bis zu ihrem Tod im Jahr 1979 involviert.

Archive und Bücherei
Die Archive und Bücherei des Whyte Museums der kanadischen Rockies wurden im Jahr 1966 gegründet, um den einzigartigen Bergregionen im Westen von Kanada zu dienen. Ihr Hauptziel ist es, archivierte und veröffentlichte Quellen zu erwerben, die entweder in der Region (begrenzt vom 49. Breitengrad, dem Peace River, den Front Ranges und den Columbia Bergen) geschaffen wurden, oder diese Region betreffen. Ein Groβteil dieser Quellen umfasst den Zeitraum zwischen den 1880er und 1980er Jahren.

Forschungsschwerpunkte beinhalten: Familie und Privatleben; Erforschung, Entdeckung und Reisen; Sport, Freizeitgestaltung und Erholung; Kunst und Kultur; Umwelt; Gebäude und Einrichtungen; Regierungswesen; Verkehrswesen; Gemeindeleben; Handel und Industrie; Naturschätze; Bildung; Militär; Wissenschaft und Technologie; Gesundheitswesen; und Kommunikation.

Das Whyte Museum besitzt Archivbestände mit über 625 Fonds und Sammlungen, die sich aus Textaufzeichnungen, Lichtbildern, bewegten Bildern und Tonaufzeichnungen zusammensetzen. Der Umfang dieser Bestände misst ungefähr 550 laufende Meter. Die Sammlung der Museumsbücherei beinhaltet mehr als 4400 Bücher, 2300 Schriften, 125 Zeitschriftentitel und 1000 Karten, sowie Sammlungen von Broschüren und Zeitungsausschnitten, Mikroformen, und audiovisuelle und elektronische Materialien.

Kunstsammlung
Die Kunstsammlung stellt sich aus Werken historischer und zeitgenössischer Natur zusammen, die das Mandat, die Zielerklärung, und die Sammlungsrichtlinien des Whyte Museums unterstützen. Ein Künstler muss mindestens ein Jahr lang in der Region gelebt, oder über mehrere Jahre in der Region gearbeitet, oder die Region als Inspiration oder Thema ihrer/seiner Arbeit verwendet haben. Die Kunstsammlung reflektiert sowohl den Charakter und die Entwicklung der bildenden Kunst in den Rocky Mountains als auch die allgemeine Kultur der Region. Sie unterstützt die bildende Kunst, die entweder aus der Region stammt oder diese zum Thema hat, durch Erwerb, Veröffentlichung und Ausstellung.

Die Sammlung enthält ungefähr 4000 Werke, die die bildende Kunst der kanadischen Rockies betreffen, darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Drucke, Mixed Media Werke, und kunsthandwerkliche Objekte. Die Sammlungen sind dokumentiert, und Informationsmaterial zu den Kunstwerken oder Künstlern sind in Form von Künstlerdateien, fotografischen Dateien, einer Präsenzbibliothek (einschlieβlich Büchern, Katalogen und sonstigen Publikationen anderer Galerien und Institutionen, und einer umfangreichen Sammlung eingestellter und aktueller Zeitschriften) und anderem zugehörigen Material gespeichert.

Kulturgut-Sammlung
Die Kulturgut-Sammlung besteht aus Kulturgegenständen, die die soziale und kulturelle Vergangenheit der kanadischen Rockies mit der Gegenwart in Verbindung bringen. Die Schwerpunkte der Sammlung sind
1) Freitzeitbeschäftigung, wie Klettern, Skifahren, Wandern und Reiten;
2) Transport und historischer Handel, wie „Outfitting“ (das Zusammenstellen der notwendigen Ausrüstung für Pferdeexpeditionen), Bergführen, „Packing“ (das Führen und Bepacken von Pferden), und Vermessen; und 3) Gegenstände aus dem Pionierhaushalt.

Das Museum hat auβergewöhnliche Sammlungen im Bezug auf die Stoney „First Nation“ („Erste Nation”, indigene Volksgruppe) und eine hervorragende Sammlung japanischer Gegenstände, die von Catharine Whytes Großvater Edward Morse erworben wurde.

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